Das Spirituelle Kulturzentrum  

Das Spirituelle Kulturzentrum (Pluralistic Spiritual Community Center/PSCC) war ein Herzensanliegen von Bruno Hussar, dessen Name es trägt. Es veranstaltet soziale, kulturelle und spirituelle Aktivitäten für die Dorfgemeinschaft und für Gäste.

Es liegt am Nordrand des Dorfes und bietet einen geschützten Raum für die spirituelle Bearbeitung von Themen, die den Kern des Israel/Palästina Konfliktes betreffen. In der „Kuppel des Schweigens“ (Beit Ha-Doumia/ Bayt as-Sakinah) sind alle Menschen willkommen, sofern sie dort schweigen. Unter den drei Kuppeln des Seminarzentrums finden Kurse, Workshops und andere kulturelle Veranstaltungen statt. 

 Eigene Workshops

Auch externe Gruppen mit ähnlicher Ausrichtung führen hier gern eigene Workshops durch. 

Im Spirituellen Zentrum (PSCC) kommt die Dorfgemeinschaft zusammen, um religiöse Feiertage gemeinsam zu begehen, z.B. Weihnachten, Chanukka und das Fastenbrechen während des Ramadan. Daneben gibt es thematisch mit der Geschichte und aktuellen Lage vor Ort verbundene Literatur- und Filmabende, Tanzworkshops und Diskussionen. Selbst während der gewaltsamen Unruhen in den gemischten Städten Israels 2021 konnte hier ein Dialogkurs für Theolog:innen aus dem Judentum, dem Islam, dem Christentum und dem Drusentum fortgesetzt und mit großem Erfolg zu Ende geführt werden.

„Die Betonmauer ist nur ein Symptom. Sie ist da, weil es in uns Mauern gibt, die uns hindern miteinander in Kontakt zu kommen. Wenn wir die inneren Mauern abbauen können, wird die Betonmauer von selbst verschwinden.“

- Abdessalam Najjar, langjähriger Leiter des PSCC - 

„Garten der Retter“

Eines der permanenten PSCC-Projekte ist der „Garten der Retter“ (Rescuers‘ Garden). Dort werden jedes Jahr Menschen geehrt, die unter Einsatz ihres Lebens Menschen anderer Kulturen in gefährlichen Krisen und Naturkatastrophen gerettet haben. 

Die im Garten der Retter Geehrten kommen sowohl aus Israel/Palästina als auch aus anderen Ländern. Dazu gehörten in den vergangenen Jahren z.B. Tscherkessen, die während des 2. Weltkrieges jüdische Kinder vor den eindringenden deutschen Truppen für ihre eigenen ausgegeben, in ihre Familie aufgenommen und dadurch ihr Leben gerettet haben. Dazu gehören Palästinenser, die während des Aufstandes in Palästina gegen die jüdische Besiedlung in den 1930-er Jahren Juden, und Juden, die während des Krieges 1948/49 Palästinenser gerettet haben. 

2023 wurden die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem und sechs palästinensische Menschenrechtsorganisationen geehrt, die (ohne entsprechende Belege) von der rechts-nationalistischen israelischen Regierung zu „Terrororganisationen“ erklärt worden waren.